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Zypern - UNISONO.co.at

Reise

„From Russia With Love“ oder „Der letzte Macho“

Nein, ich sage es Ihnen ganz „ehrlich“: Ich mag die Russen! Vor allem, wenn sie sich im Urlaub mit Kind und Kegel, bierbäuchig und selbstbewusst beim Frühstücksbüfett vordrängen. Tja, und die lieben Kleinen! Wie „artig“ sie sind! Deshalb dürfen sie auch bis ein Uhr morgens aufbleiben! Ach ja, das soll ja ein Reisebericht über Zypern werden! Na ja, „Welcome to Cyprus!“

Wie so oft im Leben, kann ein Land nichts für seine Bevölkerung. In diesem konkreten Fall für seine Besucher, sprich Touristen
(Anm.: Russen.). Nüchtern und objektiv betrachtet ist Zypern, welches nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel im Mittelmeer ist, absolut sehenswert! Das Meer lädt mit traumhaft schönen Sandstränden und 26 bis 27 Grad Celsius Wassertemperatur (Anm.: Bis Ende Oktober!) zum Baden ein. Wir haben uns für den Badeort Ayia Napa im südöstlichen Teil der Insel entschieden.

Die kleine Stadt besticht durch besonders viele hübsche kleine und größere Läden, welche vorwiegend Schmuck, Lederwaren und Souvenirs sowie andere Bedarfsartikel für den Reisenden anbieten. Aber Achtung: Zypern ist teuer! Wer nun wie wir im Urlaub die berühmt berüchtigten drei „Bs“ verifizieren will (Anm.: Baden, besichtigen, bootfahren.), findet auf Zypern eine Reihe von Möglichkeiten sich fortzubewegen. Vom Quad bis zum Buggy, vom Fahrrad bis zum Motorrad und natürlich auch ein Mietauto, kann man gegen Bares nahezu jeden fahrbaren Untersatz ausleihen. Eines darf man dabei aber nicht außer Acht lassen: Auf Zypern herrscht Linksverkehr (Anm. d. Red.: Das ist bitte keine kommunistische Fortpflanzungsmethode!)! Ein Relikt aus jener Zeit als Zypern noch britische Kronkolonie war (Anm.: Unabhängigkeit 1960.).

Die Ausflugsmöglichkeiten auf Zypern sind vielfältig. Unbedingt sollte man jedoch eine Tour nach Paphos, welches auf dem südwestlichen Teil der Insel liegt, machen. Auf der Südküstenautobahn fährt man von Ayia Napa nach Westen. Vorbei an Larnaka, das wegen seines großen Kraftwerkes (Anm.: Noch von den Briten errichtet.) von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung ist, durch Limassol und direkt zum berühmten Aphrodite-Felsen. Jenem Ort, an dem der griechischen Mythologie zufolge die Göttin der Liebe dem Meer entstieg. Zirka 15 km weiter nordwestlich kommen wir nach Paphos, das vor allem durch seine Nekropole (Anm.: Totenstadt.) den Königsgräbern von Nea Paphos, viel kulturelles Besichtigungspotenzial birgt und 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Wem das noch nicht reicht, der sollte ins Landesinnere fahren und sich an der berauschend schönen Natur und der bergigen Landschaft erfreuen. Vorbei an unzähligen Kräutern und Heilpflanzen geht es durch das Troodos-Gebirge, dessen höchste Erhebung der Olympos mit beachtlichen 1951 Meter ist und mit Kiefern, Zwergeichen, Zypressen und Zedern bewaldet ist.

Fragt man die Einheimischen nach dem türkisch besetzten Nordteil der Insel, hat dort so ziemlich jeder Verwandte oder zumindest Wurzeln. Der Hass auf die Invasoren, welche 1974 den Norden der Insel okkupierten, ist zweifelsohne berechtigt. Viele Zyprioten erklären dies mit einem Wiederaufkeimen ottomanischer Großmannsucht der Türkei, welche zugegeben eine wichtige militärische und politische Rolle in dieser Region hat.

Zählte Zypern bis zum Fall des Eisernen Vorhangs noch zu den Top-Reisezielen im Mittelmeer, ist es heute eine Art Ballermann für die Bürger der Russischen Föderation. Das fast immer rüpelhafte Benehmen lässt einem an ein Zitat von Winston Churchill erinnern, welcher nach der Befreiung Deutschlands im Jahr 1945, einen durchaus berechtigten Vorschlag für eine weitere Marschroute angeregt haben soll. Glücklich ist hingegen der Reisende, der sich unter seinesgleichen wiederfindet. Soll heißen, dass es sich lohnt auch im Urlaub die Volksoper mit sich zu wissen. Helga Papouschek und Kammersänger Kurt Schreibmayer, beide Publikumslieblinge vom Haus am Währinger Gürtel, urlauben zur gleichen Zeit wie wir und auch noch im selben Hotel! Tja, dass da der Schmäh rennt und viele Anekdoten aus zwei so reichen Künstlerleben zum Besten gegeben werden, versteht sich von alleine!

„Schreibmayer, dich hat wohl der Blitz getroffen“, ruft Helga Papouschek aus, als dieser aus Lust und Laune heraus einen „Jungs-Urlaub“ anregt. Ich denke mir dabei nur: Ein „Männer-Urlaub“ mit Wein, Weib und Gesang! Warum nicht? Dann würde ich bei einer hübschen Kellnerin einmal „Fünf plus eins“ bestellen. Falls Sie des Rechnens nicht kundig sein sollten, fragen Sie doch bitte bei Kammersänger Schreibmayer um das Ergebnis nach! Sie werden ein breites Grinsen als Antwort bekommen. Tja, ein Glück in einer weniger geglückten Auswahl der Urlaubsdestination auf so liebe Menschen zu treffen. Und ein Spaß so recht nach meinem Geschmack! Aber ich bin wahrscheinlich der letzte Macho auf diesem Erdball! (pa)

Beitrag: Dezember 2014

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