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Two and a Half Men - UNISONO.co.at

Film & TV

„Die Sache mit dem Urinstinkt“

Es grenzt beinahe an ein Wunder, in unserer heutigen Zeit noch eine Fernsehempfehlung abgeben zu können. Wer über kein Satelliten-TV oder über keinen Kabelanschluss verfügt, und auf das Angebot des öffentlich rechtlichen Staatsfernsehens zurückgreifen muss, hat oft nur eine sehr eingeschränkte Auswahl zwischen grauslichen Prosektur-Krimis oder seichten Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen.

Wer dann nicht sofort in die Volksoper flüchten kann oder will, dem sei eine der erfolgreichsten Sitcoms der Fernsehgeschichte ans Herz gelegt:
„Two and a Half Men“. Die vielfach preisgekrönte TV-Serie um den liebenswerten Womanizer „Charlie Harper“ (Charlie Sheen), seinen von seiner Beißzange von Ex-Ehefrau verfolgten Bruder „Alan“ (Jon Cryer) und dessen verfressenen und ständig furzenden Filius „Jake“ (Angus T. Jones), glänzt durch großartige Drehbücher mit messerscharfen Dialogen und Wortspielen, welche so manche Boulevard-Komödie eiskalt in den Schatten stellt.

Eindeutig zweideutige Dialoge, wie der folgende, erklären die hohen Einschaltquoten und den nunmehr acht Jahre andauernden Erfolg der Show: Als Charlies Bruder Alan eines Tages über Schlafstörungen klagt, weil er seine Sorgen und Probleme nicht so einfach „abschütteln“ könne, entgegnet ihm Charlie darauf: „Also ich schlaf‘ immer hervorragend, wenn ich mir einen abschüttle. Und wenn ich mal dazu keine Lust habe, dreh ich mich auf die Seite, und lass mir einen abschütteln.“ Oder: Als Charlies Neffe Jake eines Abends während des Fernsehens ein „Luftschiff“ steigen lässt, und danach den Raum verlässt, kommentiert dies Charlie mit den Worten: „Er geht, doch die Erinnerung an ihn liegt noch in der Luft.“

Auch die Liste der vielen Gaststars, welche sich in der Serie buchstäblich „die Klinke in die Hand geben“, kann sich sehen lassen: Robert Wagner, Stacy Keach, Sean Penn, Heather Locklear, Megan Fox, Brooke Shields, Enrique Iglesias, Steven Tyler und viele andere mehr! Kurz und gut 25 Minuten ungetrübtes Mattscheibenvergnügen, das man sich unbedingt geben muss, und ein deutliches Signal in Richtung Generationengerechtigkeit bei der Programmgestaltung der heimischen TV-Anstalten. Bleibt nur noch zu klären, warum das Händewaschen nach dem Gang aufs WC ein Urinstinkt ist? (pa)

Beitrag: Juni 2011

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