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Otello - UNISONO.co.at

Staatsoper

Besuch in der Wiener Staatsoper: „Otello“

„Otello“ ist eine Oper von Giuseppe Verdi nach einem Text von William Shakespeare, gestaltet von Arrigo Boito. Verdi fühlte sich vom Aufbau der Hauptcharaktere sehr angesprochen. In „Otello“ spannt Verdi die großen Bögen des Musikdramas aus der ewig lebendigen Tradition der italienischen Gesangsoper. Als der Komponist dieser Oper 1897 vollendete, zählte er bereits 73 Jahre und war bereit Neues aufzugreifen, um es in seinem Sinne zu verarbeiten.

In der Wiener Staatsoper ist seit einigen Jahren eine Inszenierung von Christine Mielitz zu sehen. Ausgezeichnete Sänger, wie Johan Botha als „Otello“ und Soile Isokoski als „Desdemona“, brillierten mit ihren wunderschönen Stimmen. Bedauerlicherweise konnten beide Hauptdarsteller im Spiel mit Leidenschaft, Liebe und Eifersucht nicht überzeugen. Jedwede Emotion und Dramatik fehlte in den wesentlichen Szenen in dieser Aufführung. Als Bösewicht „Jago“ konnte man Falk Struckmann stimmlich, wie darstellerisch überzeugend und imposant erleben. Sehr gut besetzt waren die Partien des „Cassio“ und „Rodrigo“ sowie die Rolle der „Emilia“. Bertrand de Billy am Pult leitete ein auf Tempo und Dramatik animiertes Staatsopern-Orchester.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Verdi einige Gedanken zu diesem Komponisten: Mit 14 seiner Opernwerke von insgesamt 26 wurde Verdi weltberühmt. 1870 komponierte er eines seiner bedeutendsten Werke, nämlich „Aida“. Mit dieser Oper in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichte die italienische Oper ihren Höhepunkt. Ein sehr großer Erfolg war ihm im Jahr 1842 mit der Oper „Nabucco“ beschieden. Eine ganz starke auch volkstümliche Wirkung erzielte der Gefangenchor, der vom Publikum auch als Freiheitshymne aufgefasst wurde. Auch in einigen seiner anderen Opern konnte man einen revolutionären Unterton feststellen, und Verdi als Freiheitsfanatiker mit dem Ruf „È viva Verdi!“ deuten. Auf allen Bühnen der Welt erlangte Verdi mit dem Dreigestirn „Rigoletto“, „Der Troubadour“ und „La Traviata“, die bis zum heutigen Tag zum eisernen Bestand eines Operntheaters gehören, enorme Publikumserfolge. In diesem Sinne, weiter viele Aufführungen von Verdi-Opern mit dem Ruf: „Es lebe Verdi!“ (ra)

Beitrag: Spielzeit 2012/2013

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