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Maya Hakvoort - UNISONO.co.at

Zur Person

„Du darfst meine Mama nicht küssen!“

„Ja, hallo Peter! Hier spricht die Maya!“ hauchte ein sinnlicher Mezzosopran am anderen Ende der Leitung in den Hörer. Und plötzlich wurde mir ganz anders. Wenn sie jetzt glauben, dass dies der Auftakt zu einem Erotikthriller ist, muss ich sie leider enttäuschen. Auch wenn es sich bei meinem Gesprächspartner, um eine der attraktivsten Künstlerinnen der Niederlande handelt. Die Rede ist von niemand geringerem als „Kaiserin Elisabeth“ alias Maya Hakvoort.

Wenn man heute immer wieder hört, dass die „40er“ die neuen „30er“ sind, kann man beim Anblick der am 19. September 1966 in Nijmegen in Holland geborenen Sängerin, nur ausrufen: Wie war! Wer aber glaubt, dass der Name Hakvoort nur für die Darstellung der „Elisabeth“ im gleichnamigen Musical steht, der irrt. Nach unserem Telefonat, treffe ich Frau Hakvoort in einem sympathischen kleinen Café-Restaurant im vierten Wiener Gemeindebezirk. Ich bin nervös. Denn bereits bei unserer telefonischen Terminvereinbarung, sparte der aparte Musical-Star nicht an Schlagfertigkeit. Meine Bewunderung für ihr perfektes Aussehen, kommentierte Maya nur mit den Worten:
„Du meinst also meine Figur verträgt noch zwei Kinder?“ Schweigend dachte ich mir nur: „Das verrate ich dir nicht, du petzt!“

Maya Francisca Maria Hakvoort entdeckte bereits als Kind ihre Leidenschaft für die Bühne. Sie fühlte sich befreit und beschützt, wie sie noch heute betont. Mit sieben Jahren bekam sie Klavierunterricht an der Musikschule, und - was niemand weiß - sie spielt heute noch! Fächer wie Mathematik und Chemie, lagen der Schülerin. Während Deutsch „nicht so ihres“ war. Ungeachtet dessen maturierte der spätere Musical-Star darin. Ihre weitere Ausbildung führte Hakvoort ans Konservatorium in Maastricht, die Kleinkunstakademie Amsterdam sowie an die Schauspielschule „De Trap“ in Amsterdam.

Ihr Bühnendebüt gab die spätere Trägerin des goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich, in dem bei uns wenig bekannten Stück „Jeans“. Es folgten Engagements in Holland und Belgien, in John Kanders Musical „Chicago“ und in Claude-Michel Schönbergs „Les Misérables“. Via Aachen und Berlin gelangte Hakvoort 1994 nach Wien, wo sie die Nachfolge ihrer „Landsmännin“ Pia Douwes als „Kaiserin Elisabeth“ in Sylvester Levays Erfolgs-Musical „Elisabeth“ im Theater an der Wien antrat. Über den Regisseur Harry Kupfer, weiß die zweifache Mutter nur Gutes zu berichten: „Na ja, eine schnelle Auffassungsgabe braucht man halt bei ihm! Aber bei mir hat er nur ein halbes Wort gebraucht!“ Fragt man die Künstlerin, wie sie sich als Holländerin auf die Rolle einer österreichischen Kaiserin vorbereitet hat, antwortet sie, dass sie erst kurz davor durch Lesen und Reisen (Bad Ischl und Madeira), in die Welt von „Sissi“ eingetaucht sei. Mal davon abgesehen, dass sie als Kind unweigerlich mit den „Sissi“-Filmen konfrontiert wurde.

Internationale Engagements folgten in Aachen, Duisburg, Bern und St. Gallen, wo sie unter anderem in der Rolle der „Rose Vilbert“ in Webbers „Aspects of Love“ oder als „Milady de Winter“ in dem Musical „Die drei Musketiere“ von George Stiles, Paul Leigh und Peter Raby auftrat. Und Japan eroberte Hakvoort mit ihrer Paraderolle der „Kaiserin Elisabeth“ im gleichnamigen Musical. Aktuell tritt die Künstlerin dreimal im Monat in St. Gallen auf, wo sie die Rolle der „Mrs. Danvers“ in Sylvester Levays Musical „Rebecca“ verkörpert.

Trotz der Karriere im Ausland, blieb der Lebensmittelpunkt des Stars Österreich. Aber auch beruflich kehrt die charismatische Künstlerin immer wieder in ihre Wahlheimat zurück. Rollen, wie die der „Eva Peron“ in
„Evita“ am Stadttheater Baden, die Partie der „Tracy Samantha Lord“ in „High Society“ ebenfalls in Baden oder die „Victoria Grant“ in „Victor/Victoria“ unter der Regie von Gabriel Barylli beim Stockerau Open Air Festival, lassen doch eine starke Liebe zu Österreich erkennen.

Privat ist die Botschafterin der Make-a-Wish-Foundation für ihre Familie da. Wobei sie sich nicht als „klassische Hausfrau“ sieht, kocht aber nicht bäckt und das gemeinsame Essen gerne zelebriert. So gibt es neben viel asiatischer Küche, auch immer etwas zu erzählen, denn das Tischgespräch mit ihren Lieben, ist Maya Hakvoort wichtig. Neben der Pflege sozialer Kontakte, betreibt sie gerne Sport. Tennis und Yoga erklären somit auch die Model-Maße der 1,72 Meter großen Künstlerin.

Wer so attraktiv ist, wird zwangsläufig Ziel von so manchen romantischen Begehrlichkeiten. Da kann es dann auch auf der Bühne passieren, dass eine Kussszene zwischen „Peron“ und „Eva“ während einer Aufführung des Musicals
„Evita“, den lautstarken Protest von Sohn Joshua, der das vermeintliche Liebesgeplänkel backstage mit verfolgte, nach sich zieht. Mit den Worten „Du darfst meine Mama nicht küssen!“ hatte der junge Mann der Robert-Herzl-Inszenierung des Webber-Musicals, unfreiwillig einen Schuss kindlicher Komik verpasst. Ein Umstand, der zwar kurz für Verwirrung sorgte, der aber vom Publikum mit Heiterkeit aufgenommen wurde. Tja, so geht es zu, wenn der Lebenspartner und die beiden Söhne gleichermaßen über das Wohl der Mama wachen!

Ein derart behütetes Leben, lässt eine schöne und friedvolle Zukunft voraussehen. Apropos Zukunft: Bereits im Frühjahr 2012 tourt die Künstlerin wieder mit ihrem Soloprogramm „This is my Life“ durch Österreich und die Schweiz. Eine Tournee, welche vielleicht noch mehr über Maya Hakvoort aussagt, da das Programm Songs beinhaltet, welche die Künstlerin in ihrem Leben begleitet haben. Ab 11. August 2012 geht es dann wieder in Baden mit „Evita“ los. Partner ist unter anderem Volksopern-Liebling Boris Pfeifer. Wir wünschen ihr nur: „Veel liefs, Maya!“ (pa)

Beitrag: Februar 2012

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