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Lingen / Emsland - UNISONO.co.at

Reise

Ever and after: Lingen

Wussten Sie, dass der berühmte deutsche Volksschauspieler Theo Lingen (Geb. 1903, gest. 1978), welcher mit bürgerlichen Namen Franz Theodor Schmitz hieß, als Künstlernamen die Geburtsstadt seines Vaters, nämlich Lingen im niedersächsischen Emsland, wählte? Aber was könnte man über so eine kleine, knapp 52.000 Einwohner zählende Stadt, mitten in der norddeutschen Tiefebene und an der niederländischen Grenze, schon zu erzählen haben? Wenn man einmal davon Abstand nimmt, dass es unbedingt eine Fern- oder Pauschalreise sein muss, welche man bucht, kann auch dieses kleine Städtchen im äußersten Nordwesten Deutschlands, den einen oder anderen Reiz offenbaren.

Nach einer Flugzeit von einer Stunde und zwanzig Minuten ab Wien-Schwechat, kommt man am Flughafen Münster/Osnabrück an. Aufgrund der schlechten Bahnverbindungen, empfiehlt sich die Weiterreise entweder mit dem Taxi oder einem privaten Kfz. Vorbei am geschichtsträchtigen Teutoburger Wald, wo im Jahr 9 n. Chr. die gleichnamige Schlacht zwischen Römern und Germanen stattfand, geht die Fahrt weiter durch Ortschaften, mit für den nicht einheimischen Besucher so lustigen Ortsnamen, wie Hopsten und Dreierwalde. Nach krampfhaften Erklärungsversuchen, warum man denn über diese Ortsnamen lachen müsse, wird man grinsend als unmöglich und unverschämt bezeichnet. Insgesamt 60 Minuten dauert die Fahrt, bis man in der kleinen Stadt, die so klein gar nicht ist, angekommen ist.

Lingen verfügt über sehr schönen Altstadtkern, mit vielen Fachwerkbauten und Backsteinhäusern. Stressfreie Fußgängerzonen laden zum Bummeln oder Shopping ein. Die vornehme Einkaufsmall, ebenfalls im Zentrum gelegen, verführt nicht nur zum Geldausgeben, sondern auch zum Besuch in einer der zahlreichen Bars und Kneipen. Wer glaubt, dass der Norddeutsche nüchtern, kühl und unnahbar ist, wird bald eines Besseren belehrt. Freundlich, hilfsbereit und ohne Berührungsängste, wird der Reisende, oftmals im engsten Familienkreis begrüßt und aufgenommen. Langes „Abfeiern“ in den Diskotheken, sind darauf meist die Folge.

Auch die zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten, wie zum Beispiel das Hermannsdenkmal oder ein kurzer Trip ins benachbarte, holländische Enschede, lassen keine Langeweile aufkommen. Fazit: Egal ob gezielt oder zufällig, ist die liebenswerte kleine Grenzstadt einen Ausflug wert. Mancher Besucher wird wiederkommen, weil es ihm die Stadt und die Herzenswärme ihrer Einwohner angetan hat. Andere Reisende gehen in der Gewissheit, dort für immer ihr Herz verloren zu haben. Aber das ist eine andere Geschichte … (pa)

Beitrag: Juni 2011

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