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Kuba - UNISONO.co.at

Reise

Patria o Muerte

Ein martialischer Wahlspruch, der übersetzt bedeutet „Vaterland oder Tod“. Willkommen auf Kuba! Die von Kolumbus bei seiner Entdeckung ursprünglich als Juana benannte Insel, ist aber keinesfalls so kriegerisch zu betrachten, wie in der eingangs erwähnten Einleitung. Freilich sollte man nicht vergessen, dass es sich bei dem Inselstaat in der Karibik um eine kommunistische Diktatur handelt. Aber in Zeiten des Terrors in islamischen Ländern, zählt Kuba mit seinem angenehmen Klima und seinen Traumstränden, wie zum Beispiel Varadero, zu den für den nach Erholung suchenden Touristen sichersten Urlaubszielen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gleich mit einigen Klischees aufräumen, welche immer noch in den Köpfen der Touristen herumgeistern. Es ist schlicht falsch anzunehmen, dass es auf Kuba nur Autos aus den 1950er Jahren gibt. Dank asiatischer Importe, vornehmlich aus China, ist der Kuba-Reisende auch gut beraten bei seinen Ausflügen auf private Anbieter zurückzugreifen. Viele der sicher sehr schön anzusehenden alten Autos, erfüllen längst nicht mehr die Verkehrstauglichkeit, welche auf den oftmals schlecht oder gar nicht asphaltierten Straßen erforderlich ist. Apropos privat: Kleine Gewerbebetriebe überwiegend in der persönlichen Dienstleistungsbranche (Friseure, Pediküre etc.) sind erlaubt, werden aber für die durchschnittlichen Kubaner durch hohe Steuern eher erschwert als gefördert. Bezahlt wird neben der offiziellen Währung, dem CUP (Kubanischer Peso), in CUC (Peso Convertible), der etwa 80 Eurocent wert ist.

Zu den touristischen Highlights der Insel zählen neben Havanna mit seinen vielen wunderschönen alten Bauten, auch die vielen landschaftlichen Schönheiten, wie die Bananenplantagen oder die Wasserfälle von El Nicho nahe der an der Südküste Kubas gelegenen Provinzhauptstadt Cienfuegos. Unbedingt sollte man auch andere Städte, wie Trinidad de Cuba, Matanzas, Camagüey oder Santa Clara in die Reiseroute aufnehmen. Erst dann kann man sich aufgrund der Architektur ein Bild von dem historischen Boden machen, auf den man gerade wandelt.

Bei einem monatlichen Einkommen von EUR 9,60, welches beispielsweise ein Kellner verdient, kann man sich auch nur mehr wundern, weshalb die Menschen auf Kuba stets freundlich und lebenslustig sind. Bescheiden nehmen sie ihre oft bittere Armut hin, und haben trotzdem noch ein Lächeln auf den Lippen. Und während man sich in Österreich bereits für einen flüchtigen Blick auf ein weibliches Sitzfleisch, der sexuellen Belästigung strafbar macht, klatscht der kubanische Mann schon mal einer Chica (spanisch für Mädchen) aufs Hinterteil. Und die lacht auch noch frech zurück. Tja, es sind dies jene kleinen Freiheiten, welche uns in den Industrieländern abhanden gekommen sind und uns ausgerechnet in einer Diktatur wieder auffallen. Schade, dass derartige zwischenmenschliche Interaktionen in unseren Breiten als verpönt gelten. Denn ein bisschen karibisches Temperament ist nicht gleich frauenfeindlich! (pa)

Beitrag: März 2013 Mehr Bilder aus Kuba

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