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Ivaylo Guberov - UNISONO.co.at

Zur Person

„Ein bulgarischer Sachse …

… mit nordhessischem Migrationshintergrund. Wohnhaft in Wien.“ Also ein typischer Österreicher, wie man meinen könnte! Nur mit dem „Wienern“ hapert es noch, wie mir sein liebenswertes „preußeln“ verrät. Der 1968 in Sofia geborene Ivaylo Guberov, hat eine bewegte Lebensgeschichte hinter sich. Der sympathische Bass, der als Kind mit seinen Eltern arbeitsbedingt in die DDR auswandern musste, wuchs zwischen Theaterkantine, Requisite und Zuschauerraum auf.

Seinem ursprünglichen Wunsch Wirtschaftskaufmann zu werden, verwarf Guberov, der bereits seit seinem 8. Lebensjahr Klavier spielt, und trug sich stattdessen zu einem Vorstudium im Fach Musik an der Spezialschule für Musik in Halle ein. Es folgte ein Musikstudium in Dresden und Leipzig. Seinen Fleiß bewies der junge Künstler, indem er jede Rolle - war diese auch noch so klein - annahm.
„Ich machte alles, was nicht bei drei auf dem Baum war!“ erinnert sich Guberov noch heute (Anm. d. Red.: Eigene Aussage.).

Erste Festengagements waren das Staatstheater Kassel, das Theater Vorpommern und das Nationaltheater Mannheim. Es folgten Gastengagements und Konzerttourneen quer über den Erdball. Paraderollen darunter: Der „Ochs von Lerchenau“ in Richard Strauss‘ Oper „Der Rosenkavalier“, der „Basilio“ in Gioachino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ oder der „Colline“ in Puccinis Oper „La Bohème“. An der Volksoper Wien war er unter anderem in Brittons Oper „A Midsummer Night’s Dream“ und „Madame Butterfly“ zu sehen.

Witzige Anekdote am Rande: Sein Vorbild und Mentor Nicolaj Ghiaurov, dessen Meisterklasse in Modena Guberov besuchte, nahm ihn eines Tages zur Seite und meinte nur: „Junge du brauchst 'nen Ölwechsel und 'ne Durchsicht!“ Ein freundschaftlicher Rat, an den Guberov angesichts des zu frühen Ablebens von Ghiaurov (verstarb 2004), noch heute mit großer Wehmut denkt.

Neben Regie-Tätigkeiten schrieb Guberov dann noch ein Stück über die legendären „Comedian Harmonists“, welches die Geschichte der Gruppe erzählt und den historischen Hintergrund für den Zuschauer besser beleuchten soll (Siehe Beitrag auf dieser Website.). Tja, eben ein Multitalent! Und grundsympathisch!
(pa)

Beitrag: Spielzeit 2011/2012

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