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Hubertus Reim - UNISONO.co.at

Zur Person

„Der Herr der Ringe“

Wer sich jetzt auf ein Porträt von Frodo, Gandalf & Co. freut, wird sehr bald merken, dass der hier beschriebene Künstler zwar keine Abenteuer in Mittelerde durchlebt, dafür aber in so manchem fantastischen Märchen auf der Bühne der Wiener Volksoper mitgewirkt hat. Hubertus Reim, geboren am 18. Mai 1967, entdeckte schon im zarten Kindesalter von sechs Jahren seine Leidenschaft fürs Musiktheater. Mozarts „Zauberflöte“ in der Wiener Staatsoper begeisterte den späteren Bassbariton derartig, sodass er fortan seine Mutter, welche über ein Abonnement im Haus am Ring verfügte, begleiten durfte. Als Teenager besuchte er die Staatsoper bis zu 20 und 25-mal pro Monat mit Freunden, welche sich bald zu einer „Stehplatzclique“ formierten.

Ab 1984 reichte dem gelernten Buchhändler der passive Genuss der Bühnenluft nicht mehr aus, und er frönte seiner Passion von da an als Statist. Ein Studienbeginn am renommierten Wiener Konservatorium Prayner im Jahr 1985, und eine Tätigkeit im Zusatzchor der Staatsoper, ließen nun eindeutig seinen Berufswunsch Sänger zu werden erkennen. 1988 wechselte Reim ans Konservatorium der Stadt Wien, um seine Studien in der Opernklasse von Kammersänger Waldemar Kmentt und in der Gesangsklasse von Kammersänger Gerd Nienstedt fortzusetzen. Erste Partien im Rahmen der Opernklasse, ließen nicht lange auf sich warten. Zwischen 1988 und 1995 sang er so bedeutende Partien wie den „Krusina“ in Smetanas „Verkaufter Braut“, den „Lord Tristan“ in „Martha“, „Shaunard“ in „La Bohème“, „Figaro“ in „Hochzeit des Figaro“, „Don Magnifico“ in „La Cenerentola“ und „Bacculus“ im „Wildschütz“.

Dem „Heimwehwiener“ (Anm.d.Red.: Eigendefinition) bereiteten Engagements im Ausland nur wenig Freude. Zu groß war die Sehnsucht nach der „Musikhauptstadt der Welt“. Als Solist und Chorsänger, war er von 1994 bis 1998 freiberuflich in den Freien Wiener Operngruppen, der Neuen Oper Wien und des Wiener Operntheaters tätig. Mit großer Begeisterung sang er als Mitglied des Wiener Konzertchores auch immer wieder zeitgenössische Musik von Henze, Berg, Schönberg, Penderecky u.a. Weitere Zwischenstationen als „Sänger mit Schauspielverpflichtung“ am Wiener Burgtheater sowie als Mitglied des Zusatzchors der Volksoper Wien, markieren die Etappen seines abwechslungsreichen beruflichen Werdegangs.

Sommerzeit ist Festspielzeit. Getreu diesem Motto durchlief Reim im Rahmen der Konzertvereinigung des Wiener Staatsopernchores, ebenfalls die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele und seitens der Konzertvereinigung des Wiener Volksopernchores - seit 01. Jänner 1999 ist er Mitglied der Wiener Volksoper - auch die Festspiele in Mörbisch, bei denen er nicht nur chorische Aufgaben, sondern auch Rollen, wie die des „Puffke“ im „Bettelstudent“, übernahm. Im burgenländischen Kittsee begeisterte er unter anderem als „Motschach“ in „Anatevka“ und „Wienerliedsänger“ oder „Graf von Scharntorff“ im „Dreimäderlhaus“.

Sein absolutes musikalisches Zuhause, hat der Genussmensch mit starker Affinität zum Pfeiferauchen und -sammeln, im Haus am Währinger Gürtel gefunden, dem er seit nunmehr zwölf Jahren als fixes Ensemblemitglied angehört. Neben der - für jedes Musikstück unentbehrlichen Arbeit als Mitglied des Chores - tritt er auch immer wieder in kleineren Solopartien, wie zum Beispiel als
„Mitjuch“ in „Boris Godunow“, „Offizier“ im „Barbier von Sevilla“ oder als „Zöllner“ in „La Bohème“, auf.

Privat liebt es der Künstler eher still und genügsam. Exotisches Essen und Besuche im „Sprechtheater“ - vorzugsweise in der Wiener Josefstadt - sind Fixbestandteil seiner Freizeitgestaltung. Eine in unserer Zeit selten gewordene Obsession, pflegt der Individualist in seinem Faible für den Zirkus. Reisen ins Ausland, um Knie, Krone & Co. zu genießen, lassen erahnen, dass er auch in Zeiten der Erholung, nie ohne das Rampenlicht auskommen kann. Als eingeschworener „Wagnerianer“ besitzt Reim unter anderem eine der größten Sammlungen an Bild- und Tonträgern seines Lieblingskomponisten. Mit gezählten 25 „Ringen“, trägt dieses Hobby dem Musikfan zu Recht den Spitznamen „Der Herr der Ringe“ ein. Energie tankt der „Teilzeit-Single“ gerne im Kreise „junger Bacchantinnen“. Hubertus Reim, ein römischer Gott? Nein, eine tolle Stimme, welche zum Aufruf berechtigt: „Quiet, please! Attention! Reim!“ (pa)

Beitrag: Spielzeit 2010/2011

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