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Franz Lehar - UNISONO.co.at

Komponisten

Franz Lehár

Geboren am 30.04.1870 in Komorn, damals Ungarn - politisch auch Ober-Ungarn - genannt. Lehar, in dessen Adern ungarisches, deutsches und französisches Blut floss, war der Sohn eines Militärkapellmeisters. Hochbegabt kam er schon als zwölfjähriger an das Prager Konservatorium. Nach einem mehrjährigen Musikstudium nahm, er einen Posten als Orchestermusiker an. Um 1890 entschloss er sich, Militärkapellmeister zu werden, um in den folgenden Jahren in Pola, Triest und Budapest zu leben. 1896 zog es ihn nach Wien.

In den Meisterwerken des Johann Strauß, hatte das goldene Zeitalter der Operette, seinen Höhepunkt erreicht. Es schien so als ob nach dem Verklingen dieser Ära, erhebliche künstlerische Qualitätseinbußen platzgreifen würden. Lehár war eine sehr bedeutende Persönlichkeit unter seinen Komponisten-Kollegen, und sein meisterhaftes Können, verbunden mit einem enormen künstlerischen Melodienreichtum, war weltweit erfolgreich geschätzt und geliebt.

Weit spannt sich der Bogen seiner Werke. Von „Wiener Frauen“ bis zu „Guiditta“, aufgeführt 1934 in der Wiener Staatsoper. Einige seiner Werke werden auch jetzt und immer wieder weltweit gespielt. Sein 140. Geburtstag im Jahr 2010, wird sicher wieder Anlass sein, einige seiner Werke aufzuführen.

Franz Lehár weilte sehr oft in Bad Ischl, wo er am Traun-Ufer eine Villa besaß. Vor vielen Jahren habe ich diese Villa besucht, und war sehr beeindruckt von den vielen Bildern und Fotos. Lehár war auch sehr galant und humorvoll. Esther Rethy, früheren Volksopern-Besuchern bestens bekannt, erzählte wie sie Lehár kennen gelernt hatte. Er fragte sie, welche Farbe ihr Kleid am nächsten Tag haben werde, und überraschte dann die damals junge Sängerin mit einem passenden Blumenstrauß.

In laufende Vorstellungen wollte er manchmal einen Akt dirigieren. Der Dirigent war - so sagte man - unpässlich, und Lehár übernahm die Leitung. Inzwischen saß der Dirigent in der Kantine, und trank ein Viertel Wein.

Die musikalische Welt versetzte er in Staunen, zumal er bis zu seinem 73. Geburtstag schöpferisch tätig war, und seine späteren Werke eine musikdramatische Intensivierung und Charakterisierung zeigten.
(ra)

Beitrag: September 2010

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