UNISONO.co.at


Direkt zum Seiteninhalt

Ein Walzertraum - UNISONO.co.at

Volksoper

Die Prinzessin und der Burner

Was kann man über die Beziehung zwischen Österreichern und Deutschen erzählen? Einmal davon abgesehen, dass es sprachliche Unterschiede gibt. Tja, und diese Sache mit dem runden Lederteil! Natürlich meine ich hier den Fußball! Sicher spielt auch die gegensätzliche Mentalität eine Rolle. Aber glauben Sie mir: Gegensätze ziehen sich nicht nur an, sondern ebenso gerne auch aus!

Ein besonders herziges und liebenswertes Beispiel für die Beziehung zwischen „Ösis“ und „Piefkes“
(Anm. d. Red.: Eigentlich mag ich beide Bezeichnungen nicht!), ist die Operette „Ein Walzertraum“ von Oscar Straus, der ersten Premiere in der Spielzeit 2012/2013 an der Volksoper Wien. Es geht, wie könnte es anders sein, um die Liebesbeziehung zwischen „Prinzessin Helene“ (sehr gut Caroline Melzer) aus dem deutschen (fiktiven) Fürstentum Flausenthurn und dem feschen „Leutnant Niki“ (Thomas Paul) aus Wien. Eben dort hat sich die coole „Prinzessin Helene“ ihren „Burner“ (Anm. d. Red.: „Burner“, Jargon für „Brenner“ oder „Hammer“.) angeln müssen!

Kaum verheiratet wird „Leutnant Niki“ (darstellerisch und gesanglich sehr gut Thomas Paul) auch schon mit der höfischen Etikette vertraut gemacht. Dieser ist davon gar nicht begeistert. Denn so ein „Burner“ ist meist auch ein Schlawi(e)ner und, das versteht sich per se, auch unmöglich und unverschämt! Und so begibt sich der frischgebackene Prinzgemahl gemeinsam mit seinem Freund „Leutnant Montschi“ (sehr lustig Michael Havlicek) auf die „Piste“. Als die beiden Freunde bei einem Flausenthurn‘schen Volksfest auf die lebenslustige Kapellmeisterin einer dort gastierenden Wiener Damenkapelle (herzig als „Franzi Steingruber“ Anita Götz) treffen, werden heimatliche Gefühle geweckt. Aber eine echte Flausenthurn‘sche Prinzessin, gibt sich so schnell nicht geschlagen!

Fazit: Eine nette Story, die irgendwie an einen historischen Rückspiegel erinnert. Denn sehr viel anders, geht es in den Adelshäusern unseres Jahrhunderts auch nicht zu. Das besonders schöne und entzückendes Bühnenbild von Christof Cremer, der auch für die Kostüme verantwortlich zeichnet, sowie ein homogen agierendes Ensemble unter grundsolider Regie von Robert Meyer, machen diesen Operetten-Klassiker zu einem sehr gelungenen Saisonauftakt. (pa)

Premiere: Spielzeit 2012/2013

Start | Über uns | Volksoper | Staatsoper | Zur Person | Komponisten | Events | Film & TV | Thema | Reise | Galerie | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü