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Die verkaufte Braut - UNISONO.co.at

Volksoper

300

Also um die gleichnamige filmische „Blutoper“ mit Gerard Butler (Anm. d. Red.: US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2007.), welche von der Schlacht an den Thermopylen handelt, geht es hier nicht! Aber der „Preis“ ist heiß! Es sind nämlich exakt 300 Gulden, welche „Hans“ (sehr wacker Matthias Klink) für den Verzicht auf seine angebetete „Marie“ (bestens besetzt Caroline Melzer) bekommt. Bedøich Smetanas komischer Oper „Die verkaufte Brau“ in einer Inszenierung von Helmut Baumann an der Wiener Volksoper, ist ein gelungenes Sittenbild des 19. Jahrhunderts, wo Hochzeiten noch von Heiratsvermittlern (sehr witzig Martin Winkler als „Kecal“) arrangiert wurden.

„Marie“ (gesanglich toll Caroline Melzer) soll den reichen, aber dummen „Wenzel“ (sehr gut Jeffrey Treganza) heiraten. Damit ihr eigentlicher Lover „Hans“ (Matthias Klink) auf seine Rechte an Marie verzichtet, bietet im der Heiratsvermittler Kecal eine finanzielle Ablöse in der Höhe von 300 Gulden. Alles unter der Bedingung, dass Marie nur einen Sohn des reichen Bauers „Micha“ (Andreas Mitschke) ehelichen darf. Dass auch Hans dessen Sohn ist, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Und so alterieren sich in dem böhmischen Dorf alle Bürger, die von dem „Kuhhandel“ erfahren. Als dann auch noch ein Zirkus in den Ort kommt, und der stotternde Wenzel mit der Tänzerin „Esmeralda“ (sehr lieb Anita Götz) liebäugelt, ist buchstäblich „der Bär los“!

Michael Kraus (als Bauer „Kruschina“ Vater von Marie), Regula Rosin (als „Ludmilla“ Mutter von Marie) oder Boris Eder (als Zirkusdirektor „Springer“) runden diese Inszenierung mit etlichen Bezügen zu aktuellen politischen Ereignissen (Zitat: „Es sind schon Päpste zurückgetreten!“) sehr gut ab. Das tolle Orchester unter dem Dirigat von Enrico Dovico vervollständigt das akustisch, was optisch gespart wird.

Fazit: Das minimalistische Bühnenbild von Mathias Fischer-Dieskau wird geschickt durch Lichteffekte ergänzt. Die Balletteinlagen (sehr gut choreografiert von Bohdana Szivacz) sind besonders schön und der Chor der Volksoper Wien zeigt einmal mehr, wie viel gesangliches und darstellerisches Potenzial in ihm steckt. (pa)

Premiere: Spielzeit 2012/2013

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