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Die spinnen, die Römer! - UNISONO.co.at

Volksoper

Alles fit im Schritt!

Nicht schlecht, das Gemächt! Pornografie? Nein, sondern nur Stephen Sondheims Musical „Die spinnen, die Römer!“. Was diese Einleitung soll? Gestatten Sie mir bitte, etwas weiter auszuholen, denn ich möchte hiermit einmal ganz deutlich bekanntgeben, dass ich sehr gerne Direktor der Wiener Volksoper wäre! Warum das so ist und weshalb Sie gegen Ende meines Berichtes nur mehr Ihren geschätzten Kopf schütteln werden, wird noch im Laufe des Artikels aufgeklärt werden.

„A Funny (Anm. d. Red.: „Horny“) Thing Happened on the Way to Forum“ ist der Originaltitel des Musicals, welches am 17. Dezember 2011 Premiere an der Volksoper Wien feierte. Ein absoluter Zungenbrecher, aber auch eine Strapaze für die Lachmuskeln des Publikums! Zur ansprechenden Musik von Stephen Sondheim, leistet Robert Meyer als Sklave „Pseudolus“ ganze Arbeit in Sachen „Liebe“!

Freiheit ist im alten Rom ein kostbares Gut. Daher möchte der Sklave „Pseudolus“ (fulminant Robert Meyer) seinem Herren „Hero“ (liebenswert naiv Paul Schweinester), unbedingt die Kurtisane „Philia“ (reizend Bettina Mönch) zuführen, in welche sich Hero verliebt hat. Als Gegenleistung verspricht ihm dieser seine Freiheit. Kein schwerer Deal, denkt sich Pseudolus, und schreitet zur Tat. Womit der Leibsklave allerdings nicht gerechnet hat, ist die Tatsache, dass Philia bereits einem römischen Offizier (Florian Spiess) versprochen ist. Aber auch „Senex“ (zum Brüllen komisch Herbert Steinböck), seines Zeichens Vater von Hero, wird beim Anblick von Philia ganz geil ums Herz. Um sein Ziel zu erreichen, verhandelt Pseudolus auch mit dem Kurtisanenhändler „Lycus“ (Sigrid Hauser), welcher diesen auch gleich mit den Freudenmädchen seines antiken „Wohlfühl-Etablissements“ bekanntmacht. Begleitet wird Pseudolus dabei von „Hysterium“ (Boris Pfeifer), dem Sklaven von Senex und „Domina“ (spitze Dagmar Hellberg).

Die frivole und saukomische Handlung, untermalt von der fetzigen Musik von Stephen Sondheim (Dirigat David Levi) sowie die gesanglichen und darstellerischen Leistungen aller Künstler, garantieren einen lang anhaltenden Erfolg für das Haus am Währinger Gürtel. Auch ist unverkennbar, mit welchem Spaß die Akteure bei der Sache sind. Kein Wunder, wenn man die vielen Zweideutigkeiten (‚Bringt ihm die Braut, es hat sich Liebe angestaut!‘) und den körperlichen Einsatz der Darsteller betrachtet. In einer Szene greifen Lycus‘ Kurtisanen (mit so vielversprechenden Namen wie „Gymnasia“ und „Vibrata“) völlig ungeniert ins direktoriale Gemächt, sodass man glauben könnte, Ostern wäre vorverlegt worden.

Fazit: Ein Megaspaß der etwas deftigeren Art und eine Glanzleistung in Sachen Comedy! Was das „Bekörpern“ von Robert Meyer angeht, erklärt sich nun mein eingangs geäußerter Wunsch, Direktor dieses Hauses zu werden. Mit diesem bin ich aber sicher nicht alleine! (pa)

Premiere: Spielzeit 2011/2012

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